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8 Methoden — eine passt.
Jeder Untergrund, jede Farbart und jedes Graffiti-Alter erfordert eine andere Herangehensweise. Wir wählen nach Foto-Einschätzung — nicht nach Verfügbarkeit.
Chemische Reinigung
Lösemittel oder Alkalien lösen die Bindung zwischen Farbe und Untergrund, ohne mechanischen Abtrag. Besonders geeignet für saugfähige Untergründe wie Putz, Klinker und WDVS, wo Druck oder Strahlen die Struktur schädigen würden. Die Einwirkzeit wird auf Farbart und Alter abgestimmt; ein Vortest an einer unauffälligen Stelle gehört immer dazu. Rückstände werden mit Wasser oder Niederdruck abgespült — kein Substanzverlust, keine Kratzer.
Heißhochdruck
Heißes Wasser bei hohem Druck löst Farbrückstände mechanisch und thermisch zugleich. In Kombination mit Chemie steigert die Wärme die Lösewirkung erheblich — viele Einsätze lassen sich damit vollständig abschließen, die sonst einen zweiten Durchgang erfordern würden. Geeignet für robuste, nicht-saugfähige Untergründe; bei porösen oder denkmalgeschützten Fassaden wird der Druck abgestimmt. Für WDVS grundsätzlich nicht eingesetzt.
Dampfreinigung
Heißdampf über 150 °C verdampft Farb- und Kleberrückstände, ohne aggressive Lösemittel oder mechanischen Druck. Das Verfahren ist umweltschonend und schonend für empfindliche Oberflächen wie Schaufensterglas, Keramikfliesen oder glasierte Fassadenplatten. Besonders geeignet, wenn chemische Mittel aus Umwelt- oder Gesundheitsgründen vermieden werden sollen. Bei geeigneten Untergründen kann die Oberfläche nach der Reinigung weitgehend unverändert bleiben.
Partikelstrahlen
Strahlmittel wie Mikroglas, Natriumbikarbonat oder Walnussschale werden präzise auf die Oberfläche aufgebracht und tragen Farbschichten mechanisch ab. Die Wahl des Strahlmittels richtet sich nach Härte, Porosität und Empfindlichkeit des Untergrunds — kein Einheitsverfahren, sondern ein gezielt kalibrierter Einsatz. Naturstein, Klinker und Sichtbeton profitieren besonders, weil die raue Struktur Farbe tief bindet und chemische Methoden allein oft nicht ausreichen. Kein Wasseranfall, kein chemischer Rückstand.
Trockeneisstrahlen
CO₂-Pellets werden mit hoher Geschwindigkeit aufgebracht und sublimieren beim Aufprall rückstandsfrei. Abgetragene Farbe und gelöste Verunreinigungen müssen dennoch aufgefangen und fachgerecht entsorgt werden. Der thermische Schock kann die Farbschicht von geeigneten Oberflächen lösen, ohne Schaber oder aggressive Mittel einzusetzen. Ob das Verfahren für empfindliche Strukturen oder Innenräume geeignet ist, wird vorab geprüft.
Laserablation
Hochenergetische Lichtimpulse verdampfen die Farbschicht molekular — kontaktlos, ohne Chemikalieneinsatz und ohne mechanische Berührung des Untergrunds. Das Verfahren ist präzise auf die Absorptionseigenschaften der Farbe kalibriert und schont den Untergrund besonders. Besonders wertvoll bei denkmalgeschützten Fassaden, historischem Naturstein, Sandstein und empfindlichem Glas, wo aggressive Methoden Risiken bergen. Laserablation gilt als eines der substanzschonendsten Verfahren der modernen Graffitientfernung.
Mechanische Abnahme
Schaber, Rakel und Spezialwerkzeug entfernen frische Markierungen, Aufkleber, Schablonendruck und Sticker ohne Chemikalieneinsatz. Gerade bei frischen Tags oder Folienresten ist dieser gezielte Eingriff oft schneller und schonender als ein vollständiger chemischer Prozess. Auf geeigneten Glasflächen wird mit speziellen Schabern gearbeitet, die bei fachgerechter Anwendung kein Kratzrisiko hinterlassen. Das Verfahren wird häufig als Ergänzung zu anderen Methoden eingesetzt.
Kombinationsverfahren
Hartnäckige oder mehrschichtige Graffiti erfordern eine passgenaue Sequenz aus mehreren Verfahren — Chemie löst vor, Druck oder Strahlen tragen ab, Dampf schließt den Prozess ab. Die Kombination wird nach Foto-Einschätzung individuell zusammengestellt; kein Standardrezept, sondern eine Antwort auf genau diesen Fall. Besonders relevant bei alten Graffiti, mehrfach überlackierten Flächen, gemischten Untergründen oder wenn frühere Reinigungsversuche Rückstände hinterlassen haben.
Folgekosten senken — dauerhaft.
Eine abgestimmte Anti-Graffiti-Beschichtung bildet eine Trennschicht zwischen Farbe und Untergrund. Je nach Schutzsystem, Untergrund und Häufigkeit können Folgeentfernungen vereinfacht und wirtschaftlicher ausgeführt werden.
Die Opferschicht ist ein temporärer Schutzfilm, der bei der Graffitientfernung mit abgetragen und danach neu aufgebracht wird. Ob sie sich für eine Fläche eignet, hängt von Untergrund, Aufbau und gewünschter Optik ab. Folgeentfernungen können bei passend geschützten Flächen einfacher und schonender ausfallen als ohne Schutz.
Die Permanentbeschichtung bleibt auf dem Untergrund und kann mehrere Graffitientfernungen ohne erneuten Beschichtungsauftrag ermöglichen. Ob sie wirtschaftlich und technisch passt, hängt von Untergrund, System, Belastung und Ausführung ab. Für empfindliche Flächen ist stets eine individuelle Prüfung erforderlich.
Objekt anfragen.
12-h-Ziel.
Nach vollständigen Fotoangaben ist unser Ziel eine erste, unverbindliche Einschätzung innerhalb von 12 Stunden — meist ohne Vor-Ort-Termin.